Grenzüberschreitend denken und leben

In Flensburg gehört das deutsch-dänische Zusammenleben ganz selbstverständlich zum Stadtbild. Dänische Sprache, Geschäfte und Besucher*innen begegnen einem auf Schritt und Tritt. Voneinander und miteinander zu lernen und gemeinsam die Stärken dieser Region hervorzuheben, sehe ich als eine meiner Hauptaufgaben als Flensburger Direktkandidatin.

In den letzten Tagen habe ich mich daher über zwei grenzüberschreitende Projekte informiert, von denen wir als Grenzregion schon jetzt proftieren. Beide Projekte zeigen, wie wichtig der gemeinsame Austausch ist und wie sich dadurch auch neue Wege auftun.

Am Mittwoch durfte ich mit Olav Sønderskov vom Projekt “S.A.R.A” (das steht für: Sustainable Development Goals – Adaptable Indicators and Methods, Regional Development and Active Implementation) sprechen. S.A.R.A hat es sich zur Aufgabe gemacht, Nachhaltigkeit im Sinne der UN-Nachhaltigkeitsziele, der Sustainable Development Goals (SDG), in der regionalen Wirtschaft zu fördern. Dafür bietet das Projekt unter anderem Workshops und Know-how an, um kleine und mittlere Unternehmen bei der Entwicklung einer Strategie für die Umsetzung der SDG zu unterstützen. Zusammen wird grenzüberschreitend daran gearbeitet, unsere Region attraktiv und nachhaltig zu entwickeln. Dafür braucht es auf allen politischen Ebenen den Willen, sich gemeinsam aufzumachen.

Eine Frau mit kurzen blonden Haaren sitzt an einem Schreibtisch und zeigt auf etwas
Mette Lorentzen, die Bildungsleiterin der IHK Flensburg, machte deutlich, dass es bei der Lösung des Fachkräftemangels in unserer Region auch grenzüberschreitende Zusammenarbeit braucht.

Dieses Signal habe ich auch heute bei der IHK Flensburg wahrgenommen. Dort habe ich mich gemeinsam mit unserem Kreisvorsitzenden Leon Bossen über “Starforce” (Strong Talents Ready For Crossborder Education), einer grenzüberschreitende Ausbildungsinitiative, informiert. Mit der Möglichkeit gleichzeitig einen deutschen und einen dänischen Berufsabschluss zu erreichen, ist die Initiative ein echter Pull-Faktor für Betriebe in der Region. Und bietet Win-Win-Situationen, sowohl für Betriebe als auch für angehende Auszubildende. In der dänischen Grenzregion gibt es nämlich viele junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen und keinen finden, während wir auf deutscher Seite sehr viele unbesetzte Lehrstellen haben. Die Bildungsleiterin der IHK, Mette Lorentzen, sowie die Koordinatorin Lena Clausen haben mir deshalb in einem sehr konstruktiven Dialog mitgegeben, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in unserer Region für wirklich alle Bereiche und insbesondere im Bildungsbereich von hoher Relevanz ist. Mittlerweile ist das Projekt deshalb auch ausgelaufen, da sich das Projekt in der gesamten Region und bei den Mitwirkenden etabliert hat.

Beide Projekte sind ganz unterschiedlich, aber alle Akteur*innen haben deutlich gemacht, wie sehr sie hinter ihrer Arbeit und der damit verbundenen Idee stehen. Ich habe aus diesen beiden Gesprächen wahnsinnig viel mitgenommen und freue mich jetzt schon, dieses Wissen in den nächsten Wochen und Monaten zu vertiefen und anzuwenden.

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